Antioxidantien – Was sie sind und wofür sie stehen

Viel Gemüse mit gesunden Antioxidantien
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Hallo liebe Leser und Willkommen auf meinem Blog zum Thema vegane Ernährung. Diese ist sehr vielseitig und ich möchte euch die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Anwendung aufzeigen. Nun wünsche ich euch aber viel Spaß auf meinem Blog. Nicolas

Antioxidantien sind neben oxidativem Stress und freien Radikalen geläufige Schlagworte. Doch was verbirgt sich dahinter? Welche Aufgaben erfüllen Antioxidantien? Was ist Oxidation überhaupt? Und warum ist das alles für die eigene Gesundheit bedeutsam? Dieser Artikel liefert die nötigen Hintergründe – einfach erklärt.

Was sind Antioxidantien – einfach erklärt

Der Blick auf die Antioxidantien ist eng an Chemie und Medizin gekoppelt. In vielen verschiedenen Branchen sind sie bedeutend. Dazu gehört die Medizin ebenso wie die Lebensmittel- und Ernährungsindustrie. Die Wissenschaft versteht unter diesen Substanzen ganz allgemein natürlich vorkommende Stoffe mit bestimmten chemischen Eigenschaften. Antioxidantien werden als regelrechte »Jungbrunnen« diskutiert. Schließlich verhindern sie oxidativen Stress in den Zellen, indem sie gegen freie Radikale aktiv sind. Doch was bedeutet das im Detail?

Wer Antioxidantien diskutiert, redet automatisch auch über freie Radikale. Oxidativer Stress basiert auf eine Wechselwirkung mit Sauerstoff. Sauerstoff gilt für den menschlichen Organismus normalerweise als lebensnotwendig. Dennoch kann das Element ebenso schädlich auf die Zellen wirken. Wie kann das sein?

Erklärung: Was sind freie Radikale?

In erster Linie sind die freien Radikale nicht zu verteufeln. Denn sie erfüllen einen wichtigen Zweck im Körper: Sie unterstützen das Immunsystem und bekämpfen Bakterien und Viren. Zusätzlich helfen sie ebenfalls bei der Reparatur von Zellen. Wenn jedoch zu viele Radikale im Kreislauf kursieren, führt dies zu einem Ungleichgewicht.

Freie Radikale sind generell als »aggressive« Sauerstoffverbindungen zu betrachten. Beim oxidativen Stress verhält sich der Sauerstoff hochreaktiv, sodass aggressive Verbindungen im Körper entstehen – freie Radikale. Diese Verbindungen befeuern Schäden in den Zellen und deren Alterung, wenn keine regulierenden Gegenspieler vorhanden sind.

Das Risiko für Krankheiten erhöht sich durch freie Radikale ebenfalls. Oxidativer Stress wird als Ursache für Krebserkrankungen vermutet. Er steht ebenfalls im Verdacht, Demenz, Diabetes, Rheuma und andere Krankheiten zu fördern. Aus diesem Grund sind genügend Antioxidantien wichtig.

Wie freie Radikale zu oxidativem Stress führen

Da sich freie Radikale durch den Prozess der Oxidation bilden, ist der Blick auf den chemischen Vorgang wichtig zum Verstehen. Sauerstoff existiert demnach in zwei möglichen Formen: reaktiv und stabil. Die reaktiven Sauerstoffteilchen sind gleichzeitig instabil. Der Vorgang einer Oxidation bindet Sauerstoff ein Teilchen von anderen Molekülen an sich. Denn es will sich stabilisieren. Dabei hat das andere Molekül aber keine Wahl, ob es ein Teilchen abgeben will oder nicht.

Aus diesem Grund ist die Oxidation problematisch: Der reaktive Sauerstoff gelangt durch die Atmung zu den Zellen im Körper. Dort schnappen sie sich die Teilchen, die sie zu fassen bekommen. Gleichzeitig entsteht ein weiteres Phänomen bei diesem Vorgang: Übersäuerung.

Wenn sich mehrere Sauerstoffteilchen zusammenschließen, wird die Zelle eines Teilchens beraubt. Daraufhin kann die Zelle nicht länger korrekt funktionieren. Die freien Radikale wirken zudem auf die DNA und Mitochondrien ein. Letzteres sind die »Kraftwerke« der Zellen.

Der gesamte Vorgang geht so weit, bis die Zelle nicht länger funktioniert und dementsprechend ersetzt werden muss. Es entstehen überschüssige Abfallstoffe, um die sich der Organismus zu kümmern hat. Die Folge: Stress durch Säure entsteht und die Zellen altern schneller als vorgesehen.

Was machen Antioxidantien?

Ein natürlicher Gegenspieler zu den freien Radikalen sind die Radikalfänger, d. h. die Antioxidantien. Sie wirken wie ein »Jungbrunnen« auf die Zellen, da sie die Teilchenräuber abfangen, bevor sie Schäden verursachen.

Zusätzlich sind Antioxidantien in der Lage, die DNA mithilfe von Aminosäuren zu reparieren. Sie können ebenfalls »Sollbruchstellen« in der DNA erzeugen. Dazu bauen die Antioxidantien Eiweiß in kontrollierter Form ab.

Teilweise bildet der Körper Antioxidantien selbst, teilweise sind sie über die Nahrung zuzuführen. Das Gleichgewicht zwischen den freien Radikalen im Körper und Antioxidantien ist generell wichtig, um die Gesundheit zu erhalten. Deshalb spielen der individuelle Lebensstil und die Ernährung für die Gesundheit wichtige Rollen.

Eine ungesunde oder unausgewogene Ernährung sowie anhaltender Bewegungsmangel und erhöhter Stress können dazu beitragen, dass die freien Radikale im Körper überwiegen.

Natürliche Antioxidantien – und wo sie zu finden sind!

Antioxidantien sind wichtig für das natürliche Gleichgewicht im Körper. Damit sich Krankheitsrisiken verringern lassen und die Zellen weniger schnell altern, sind Antioxidantien unerlässlich. Doch wo sind sie enthalten und wie lässt sich der oxidative Stress für die Zellen verhindern?

In der heutigen Welt ernährt sich ein großer Teil der Menschheit wenig ausgewogen oder gesund. Viel zu häufig stehen Fertiggerichte, Fast Food oder Junk Food auf dem täglichen Essensplan. Ein Mangel an Obst und Gemüse trägt sein Übriges dazu bei, die Zellen schneller altern zu lassen. Worauf ist also zu achten?

Oxidativen Stress vermeiden und verringern – Der Nutzen von Antioxidantien

Um oxidativen Stress zu reduzieren, ist es wichtig, Stress und Umweltgifte zu verringern. Jede Form der Belastung und stark verarbeitete Lebensmittel erhöhen den Anteil freier Radikale im Kreislauf und damit den oxidativen Stress für die Zellen. Die erhöhte Aufnahme von Antioxidantien kann dabei helfen, die innere Balance zu wahren.

Ein erster Schritt ist es, den Blutzuckerspiegel möglichst konstant zu halten. Das gelingt durch eine verringerte Zufuhr an Zucker. Auch verarbeitete Lebensmittel (z. B. Tiefkühlpizzas oder Mahlzeiten aus der Dose) erhöhen den Stress für die Zellen. Gleiches gilt für unregelmäßige Essenszeiten. Es ist besser, regelmäßig, dafür kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als den ganzen Tag zu hungern.

Zusätzlich kommt es darauf an, Stress im Alltag abzubauen. Emotionale Belastungen sowie körperliche Überforderungen stressen die Zellen übermäßig. Um Stress abzubauen, eignen sich beispielsweise folgende tägliche Auszeiten:

  • Sozialkontakte (Freundschaften pflegen)
  • Hobbys verfolgen (z. B. Bücher lesen oder Gesellschaftsspiele oder fernsehen)
  • Sport und moderate Bewegung (z. B. Spaziergänge an der frischen Luft)
  • Meditation

Antioxidantien in Lebensmitteln – wo sie enthalten sind

Stress und Umweltgifte lassen sich nicht vollständig vermeiden. Deshalb kommt es ebenfalls darauf an, die Anzahl an Antioxidantien durch die richtige Ernährung zu erhöhen. Eines der stärksten Antioxidantien ist Glutathion. Der Körper stellt es selbst her – vorausgesetzt, es finden sich die nötigen Basis-Substanzen im Körper wieder.

Für eine reibungslose Produktion genügender Antioxidantien ist es empfehlenswert, die Lebensmittel möglichst unverarbeitet zu verzehren. Das heißt, Obst und Gemüse gehören definitiv in den täglichen Speiseplan. Grundsätzlich enthalten vor allem farbenfrohe Lebensmittel viele Antioxidantien.

Um die Produktion der Antioxidantien im Körper anzukurbeln, lohnen sich die folgenden Lebensmittel:

  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Spinat
  • Spargel
  • Kohlsorten (Grünkohl, Weißkohl, Brokkoli …)
  • Tomaten
  • Walnüsse

Die folgenden Nahrungsmittel versorgen den Körper mit weiteren Antioxidantien:

  • diverse Gewürze (Zimt, Kurkumin, Ingwer)
  • Beeren
  • Nüsse und Samen
  • Schwarztee und Grüntee
  • Rote Beete
  • Tomaten
  • Grünkohl

Antioxidantien in Nahrungsergänzung?

Im Handel sind verschiedene Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Sie sollen den Körper bei der Nährstoffversorgung unterstützen. Im Fall der Antioxidantien bieten sich Kombinationspräparate oder Multivitaminlösungen an. Dabei ist es immer ratsam, vorher mit einem Arzt bzw. einer Ärztin den eigenen Mineralhaushalt zu besprechen. Dadurch lassen sich gezielt Mängel behandeln und eine Überversorgung verhindern.

Damit der Körper Antioxidantien produzieren kann, benötigt er vorrangig die folgenden Vitamine und Mineralien:

  • Vitamin B12, C, D und E
  • Selen
  • Co-Enzym Q10
  • Magnesium
  • Zink

Insbesondere die Vitamine E und C sorgen dafür, dass das Glutathion nicht so schnell oxidiert. Das Co-Enzym Q10 ist inzwischen weitläufig bekannt, weil es in zahlreichen Pflegecremes zum Zweck des »Anti-Aging« beworben wird. Dabei hat sich die Substanz als Bestandteil von Nahrungsmitteln ebenfalls als nützlich erwiesen. Es hilft, die Zellen zu reparieren und freie Radikale zu blockieren.

Fazit

Oxidativer Stress durch freie Radikale fördern Alterungsprozesse und Krankheiten. Rheuma, Arthritis, Demenz und viele Krankheiten mehr können auf das Konto oxidativen Stresses zurückgeführt werden. Dabei sind Radikalfänger in Form von Antioxidantien wichtige Gegenspieler, um gesund und fit zu bleiben. Antioxidantien tragen zur Zellerneuerung und einem natürlichen Gleichgewicht auf der Zellebene bei. Durch sie kann sich die Lebenserwartung von Menschen erhöhen. Dazu sind jedoch weitere Bausteine nötig. Diese helfen, Antioxidantien mit der Nahrung aufzunehmen oder im Körper herzustellen.

Dieser Artikel hat gezeigt, in welchen Lebensmitteln Antioxidantien zu finden sind. Zugleich wurde aufgeführt, in welcher Hinsicht Nahrungsergänzungsmittel die Zufuhr und Bildung unterstützen können. Außerdem wurde einfach erklärt, welche Rolle Antioxidantien bezogen auf oxidativen Stress und freie Radikale einnehmen. Nun weiß man, welche Möglichkeiten sich für die Ernährung ergeben. Dadurch lässt sich die Versorgung mit Antioxidantien im Alltag verbessern.

 

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