Tofu marinieren leicht gemacht

Marinierter Tofu in einer Schüssel
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Hallo liebe Leser und Willkommen auf meinem Blog zum Thema vegane Ernährung. Diese ist sehr vielseitig und ich möchte euch die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Anwendung aufzeigen. Nun wünsche ich euch aber viel Spaß auf meinem Blog. Nicolas

Vielleicht habt auch ihr immer noch Hemmungen mit Tofu zu kochen, einfach, weil er sehr geschmacksneutral schmeckt. Ihr habt es eventuell schon einige Male probiert, doch das Ergebnis war ernüchternd bis enttäuschend. Ich kann euch beruhigen, da seid ihr in bester Gesellschaft. Jeder hat mindestens ein weniger schönes Erlebnis mit Tofu hinter sich, außer er wurde bereits von Anfang an in die Geheimnisse des Marinierens eingeweiht. Man macht bei vegan werden Erfahrungen, wie man mit den verschiedensten Lebensmitteln umgehen sollte. Hier liegt nämlich der ganze Zauber begraben. Auch bei der Zubereitung selbst gibt es einige Tipps und Tricks, die deinen Tofu vom Langeweiler zum kulinarischen Hochgenuss mutieren lassen. Genau diese Tipps und Tricks rund ums Tofu marinieren möchte ich euch heute verraten.

Tofu – was steckt dahinter?

Bei Tofu handelt es sich um sogenannten Bohnenkäse, der seinen Ursprung in China hat. In Asien ist Tofu ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung. Auch in unseren Breitengraden gewinnt er immer mehr an Bedeutung. Verantwortlich dafür ist die immer beliebter werdende vegane Ernährung.

Tofu ist reich an rein pflanzlichem Eiweiß und liefert viel Eisen, Phosphor, Folsäure, Magnesium und Kalzium. Zudem hat der Tofu sehr wenige Kalorien und ist cholesterinfrei. 100 Gramm Tofu haben nur 76 Kalorien, was deutlich weniger ist als Fleisch derselben Menge. Tofu beeinflusst zudem die Hormone auf positive Weise. Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden oder Wechselbeschwerden leiden, erfahren durch regelmäßigen Genuss von Tofu Erleichterung. Häufig wurde behauptet, Tofu sei deswegen schädlich und Männer könnten durch Tofu verweiblichen. Doch diese Gefahr besteht nicht. Ganz im Gegenteil, Tofu kann bei Männern sogar das Risiko senken, an Prostata Krebs zu erkranken. Wichtig ist nur, dass ihr darauf achtet, qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen. Legt vor allem Wert darauf, dass ihr keine Gen-manipulierten Produkte kauft.

Marinierter Tofu – die ersten Schritte

Bevor ihr mit dem Marinieren des Tofus beginnt, solltet ihr einen wichtigen Zwischenschritt ausführen. Diese ist nicht essentiell, verleiht dem Tofu-Gericht jedoch viel mehr Körper und Geschmack. Ich spreche vom Tofu pressen. Wenn ihr Tofu im Supermarkt oder im Bioladen kauft, so kommt dieser meist in mehr oder weniger viel Lake. Meist ist der Tofu jedoch sehr feucht. Leg nun den Tofu in eine Tofupresse und werde so das überschüssige Wasser los. Falls ihr keine Tofupresse habt, ist das auch kein Problem. Legt den Tofu am besten auf ein Kuchengitter, über welches ihr ein Baumwolltuch gelegt habt. Nun beschwert ihr den Tofu mit einer schweren Pfanne oder einem Topf. Ihr könnt zusätzlich auch noch etwas Schweres in das Küchengeschirr geben. So wird das Wasser ebenfalls im Nu aus dem Tofu gepresst. Du kannst den Tofu nun braten und er entwickelt das volle Aroma. Er wird richtig knusprig und schmeckt nach Tofu und nicht nach einer neutralen Flüssigkeit.

Tofu Marinieren

Ihr könnt den Tofu in den verschiedensten Geschmacksrichtungen einlegen. Ich will euch heute meine liebsten Versionen vorstellen. Zudem verrate ich euch auch, auf welch unterschiedliche Arten ihr den Tofu zubereiten könnt. Tofu ist nicht nur sehr nahrhaft, er ist auch mindestens so vielseitig wie Fleisch. Wenn ihr euch von nun an vorgenommen habt, vegan kochen zu wollen, so müsst ihr keine Angst haben, dass ihr zu wenig Abwechslung auf den Tisch bekommt. Ich will euch nun nicht mehr länger auf die Folter spannen, sondern auch gleich mit den spannendsten Methoden beginnen.

Tofu traditionell mariniert

Vielleicht wollt ihr euch noch nicht an zu außergewöhnliche Rezepte heranwagen, oder ihr kocht für die Eltern oder die Großeltern, dann solltet ihr zu einer traditionellen Marinade greifen. Hackt einige Zehen Knoblauch sehr fein und verrührt diese mit etwas hochwertigem Pflanzenöl. Ich selbst verwende gerne Sonnenblumenöl, Kokosöl, aber auch Hanföl oder Rice Bran Öl. Die Knoblauch-Marinade wird ordentlich mit schwarzem oder weißem, gemahlenem Pfeffer und Himalaya Salz abgeschmeckt. In einer Pfanne röstest du etwas zerstoßenen Kümmel und gibst diesen ebenfalls zum Knoblauch. Nun kannst du noch frische Kräuter aus dem Garten fein hacken und zur Marinade geben. Für eine klassische Marinade eignet sich natürlich Petersilie am besten. Lege nun den gepressten, entwässerten Tofu in die Marinade. Diese soll den Tofu von allen Seiten gut bedecken. Lasse ihn für mindestens eine Stunde gut durchziehen. Du kannst ihn aber auch im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen. Danach kannst du den Tofu eigentlich wie ein Stück Fleisch braten. Der Tofu eignet sich für den Grill genauso, wie gebraten auf dem Salat oder wie ein Naturschnitzel zu Reis, Nudeln und Sauce.

Tofu indisch mariniert

Vielleicht findet ihr auch Gefallen an dieser Marinade. Die indische Marinade zählt zu meinen absoluten Favoriten. Dafür mischt ihr in Kokosöl etwas gelbes Currypulver, Garam Masala Gewürz und extra noch zerstoßene und angeröstete Kardamom-Kapseln. Danach nehmt ihr zwei Scheiben Ananas. Ihr könnt frische Früchte, oder auch Ananas aus der Dose nehmen. Diese werden mit den Gewürzen und dem Öl im Mixer oder mit dem Stabmixer fein püriert. Schmeckt noch alles mit etwas Cayenne Pfeffer und schwarzem Himalaya Salz ab. In diese Marinade wird der Tofu nun wieder für mindestens eine Stunde eingelegt. Am besten ist es natürlich, wenn er in der Marinade länger durchziehen kann. Auch dieses marinierte Stück könnt ihr wieder auf den Grill legen. Damit lassen sich aber auch tolle indische Curry-Gerichte zaubern. Sehr lecker schmeckt dieser Tofu, wenn ihr ihn mit Gemüse scharf anbratet und mit herrlichem Jeera Reis serviert. Jeera Reis ist körniger Basmati Reis, der mit viel angeröstetem Kümmel serviert wird.

Thailändischer Tofu

Die thailändische Küche wird immer beliebter. Kein Wunder, dass diese auch vor der veganen Küche nicht Halt macht. Nehmt dafür eine rote Currypaste aus dem Asia-Laden. Diese rührt ihr mit etwas fein gehacktem Ingwer, dem Saft einer Limette und einem Schuss Kokosmilch, sowie etwas Kokosöl glatt. Schon ist die thailändische Marinade fertig. Der Tofu soll von allen Seiten gut mit der Marinade bedeckt sein. Lasst den Tofu so wieder mindestens eine Stunde, gerne aber auch länger durchziehen. Mit diesem Tofu könnt ihr sämtliche Thai Currys, aber auch pikante Salate zubereiten. Sehr lecker schmeckt dieser Tofu, wenn ihr ihn in kleine Würfel schneidet und in heißem Öl kurz frittiert. Diese frittierten Würfel serviert ihr mit einer scharfen Sauce und einem Reis, den ihr mit Zitronengras und Ingwer gekocht habt. Natürlich könnt ihr auch den Thai-Tofu wunderbar auf den BBQ legen.

Japanisch-chinesischer Tofu

Für diese Marinade verrührt ihr lediglich Miso Paste mit etwas Hoi Sin Sauce. Mit dieser dicken Paste reibt ihr den Tofu gut ein und lasst die Marinade durchziehen. Die Marinade sollte mindestens eine Stunde, besser aber länger einwirken. Nun schneidet ihr den Tofu in kleine Stücke und röstet ihn mit Zuckerschoten, fein geraspelten Karotten, Pak Choi und Brokkoli im Wok. Ihr könnt alles noch mit etwas Zitronensaft und Sojasauce aufgießen, mit gehacktem Chili verfeinern und zu duftendem Jasminreis anrichten. Dieser Tofu schmeckt auch gewürfelt herrlich in einer Misosuppe.

Tofu Südstaaten Style

Für diese Marinade püriert ihr eine Dose Tomaten mit gekochten Kichererbsen oder Linsen. Schmeckt alles mit Himalaya Salz, Pfeffer und flüssigem Rauch ordentlich ab. Verlieht der Marinade mit einem Löffel Dattelsüße oder Molasse eine harmonische Note und legt den Tofu für mindestens eine Stunde, gerne auch länger ein. Der Tofu schmeckt wunderbar auf dem Grill. Ihr könnt ihn aber auch wie ein Hühnchen zubereiten. Sehr lecker schmeckt dieser Tofu, wenn ihr ihn würfelt und paniert. Wälzt dazu den Tofu in etwas Maismehl. Schlagt etwas Aquafaba auf und zieht den Tofu durch. Danach wird er in Panko Brösel paniert. Zuletzt frittiert ihr ihn in heißem Fett. Dieses Tofu-Gericht ist eine tolle Alternative zu Kentuckky fried Chicken und Co.

Auf welche Arten kann Tofu zubereitet werden?

Ihr habt jetzt bereits erfahren, dass ihr den marinierten Tofu auf dem Grill, aber auch in der Pfanne braten könnt. Ihr könnt ihn mit oder ohne Panade, und auch in einem Backteig frittieren.

Den Tofu könnt ihr auf Salat, Natur, mit Sauce, aber auch in der Suppe genießen. Es ist tatsächlich so, dass ihr sämtliche Gerichte, die ihr mit Fleisch kochen könnt, auch mit Tofu tadellos hinkriegt. Ob Geschnetzeltes, paniertes Schnitzel, Curry oder Eintopf, hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ihr könnt sogar mit Tofu eine wunderbare Alternative zur Majonäse zubereiten. Dafür mixt ihr den Tofu, ihr müsst ihn dafür im Vorfeld nicht pressen, mit dem Stabmixer und etwas Sojamilch oder Kokosmilch. Würzt diese Sauce mit Himalaya Salz, weißem Pfeffer, etwas Zitronensaft und einem Spritzer Essig. Damit diese Tofunäse eine bessere Konsistenz und Textur erhält, hebt ihr nun vorsichtig eine gute Portion steif geschlagene Aquafaba hinein. Aquafaba ist das Wasser der Kichererbsen oder anderer Hülsenfrüchte. Diese Flüssigkeit könnt ihr wie Eiklar steif schlagen. Es erhält dieselbe Konsistenz und kann sogar zum Backen als Alternative für Eiweiß verwendet werden. Die vegane Majonäse schmeckt damit wie das Original, ist jedoch ohne tierisches Eiweiß.

Ihr habt nun gesehen, wie vielseitig Tofu ist. Gebt ihm doch eine Chance und ihr werdet begeistert sein. Ihr könnt auch eine schön marinierte und gebratene Scheibe Tofu mit Tomaten, Gurken, Salat und Sauce in ein Burger Brötchen geben und euch so einen veganen und gesunden Burger zaubern. Traut euch einfach – und mit den unterschiedlichen Marinaden sorgt ihr für Abwechslung pur.

 

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